Beweis der Eventualitäten

Wir werden nun gemeinsam das Bild eines Tieres zeichnen, von dem ihr höchstwahrscheinlich noch nie etwas gehört habt. Das zu Zeichnende Tier heißt „Armadillo“. Beim Versuch ein uns unbekanntes Tier zu zeichnen, werden wir „den Beweis der Eventualitäten“ noch besser verstehen. Nun werden wir für Armadillo einen Körper zeichnen. Wir fragen uns: „Wie viele Körperformen gibt es, die für die Zeichnung des Armadillos in Frage kommen?“ Oder wir fragen uns: „Gäben wir jedem der knapp 7 Milliarden Menschen einen Stift zur Hand mit der Bitte einen Körper für Armadillo zu entwerfen, würden alle diese Menschen, die noch nie zuvor einen Armadillo gesehen haben, einen unterschiedlichen Körper aufzeichnen, oder?“ Mit Sicherheit würden sie unterschiedliche Formen zeichnen und keine Einzige würde mit einer Anderen exakt übereinstimmen. Während der eine es mit einer Körperlänge von 5 Meter zeichnet, würde ein Anderer hingegen es nur mit 5 cm darstellen. Sein Umfang ist beim Einen 1 Meter und beim Anderen nur 5 cm gezeichnet. Für den Einen hat dieses Tier vier Beine, für den Anderen nur zwei. Für den Einen ist es rot und für den Anderen grün. Da die Wahrscheinlichkeit seiner Größe und Form nach unvorstellbar viel ist, besteht die Eventualität, dass jeder Einzelne der ca. 7 Milliarden Zeichner seinen individuellen Armadillo zeichnet. Wenn wir von den Zeichnern zwei unterschiedliche Zeichnungen verlangen würden, hätten wir ca. 14 Milliarden Möglichkeiten. Nun zeichnen wir ein Gesicht für Armadillo. Die Fragestellung ist die Gleiche wie zuvor. Wie viele unterschiedliche Gesichter kann man für Armadillo zeichnen? Unsere Antwort ist dieselbe. Die Anzahl der Möglichkeiten für die Zeichnung eines Gesichtes ist grenzenlos. Denn wenn wir von 7 Milliarden Menschen eine Zeichnung verlangen würden, hätten wir unterschiedlich viele Gesichter. Einer zeichnet eine lange Nase, malt die Ohren an der Seite und entwirft ein Gebiss mit fünf Zähnen. Der Andere malt eine kurze Nase, die Ohren auf dem Kopf und das Gebiss mit zehn Zähnen. Für ein Tier, das man noch nie zuvor gesehen hat, gibt es unzählige Möglichkeiten ein Gesicht zu zeichnen. Nun zeichnen wir die Extremitäten für Armadillo.

Wie sollen seine Arme und Beine oder ähnliche Körperteile, sowie seine Hände und Füße oder ähnliche Gliedmaßen sein? Und wir stellen wieder dieselbe Frage: Wie viele unterschiedliche Körperteile kann man für Armadillo zeichnen? Die Antwort ist dieselbe. Die Anzahl der Möglichkeiten für das Aussehen der Körperteile des Armadillo ist ebenfalls unendlich. Einer zeichnet ihm Flügel, ein Anderer dagegen nicht.

Einer zeichnet ihm 1 Meter lange Beine, ein Anderer malt wiederum wesentlich kürzere Beine und ein Anderer zeichnet ihm gar keine Beine, weil er meint, dass das ein Kriechtier sei. Einer verpasst ihm nur drei Finger, ein Anderer zeichnet ihm fünf davon.

Ähnlich wie in den vorab genannten Fällen zeichnet jeder seiner Vorstellung entsprechend aus unendlichen Möglichkeiten einen Körper, ein Gesicht, Arme und Beine für das Armadillo.

Bei 7 Milliarden Zeichnern wird es auch höchstwahrscheinlich mindestens 7 Milliarden unterschiedliche Zeichnungen für einen Armadillo geben. Und nun bestimmen wir die Eigenschaften vom Armadillo. Ist es mutig oder schreckhaft. Wenn es furchtlos ist, in welchem Maße ist es mutig? Weiterhin stellt sich die Frage, ob unser Armadillo sich langsam oder schnell bewegt. Wenn es sich zügig bewegt, wo ist sein Geschwindigkeitslimit? Ist es außerdem ein faules oder ein fleißiges Wesen? Wenn es faul sein sollte, in welchem Maße ist es faul? Auf diese Weise müssten wir nach und nach jedem seiner Eigenschaften aussuchen und das Maß jeder Charaktereigenschaft bestimmen. Wir haben somit für unseren Armadillo die Auswahl zwischen hunderten von Eigenschaften und ebenso müssten wir von jeder seiner Eigenschaften auch noch das Maß der einzelnen Eigenarten herausfinden und bestimmen. Nun unsere Frage: Wenn wir jedem der fast 7 Milliarden Zeichner die Möglichkeit bieten, aus hunderten von Eigenarten auswählen zu können, sowie das dazugehörige Maß der einzelnen Charaktere zu bestimmen, hätten wir dann nicht auch mindestens 7 Milliarden unterschiedliche Ergebnisse für ein und denselben Armadillo ?

Und ob! Also gibt es für die zur Auswahl stehenden Eigenarten ebenfalls unendliche Möglichkeiten. Wir haben uns auf den Weg gemacht einen Armadillo zu zeichnen und haben festgestellt, dass es Milliarden Möglichkeiten gibt für ihn einen Körper zu zeichnen. Des Weiteren gibt es Milliarden Möglichkeiten für das Armadillo ein Gesicht zu zeichnen und weitere Milliarden Möglichkeiten für dessen Ausstattung und Charaktereigenschaften. Inmitten der unzähligen Möglichkeiten steht nun ein echter Armadillo vor uns. Für ihn wurde der perfekte Körper, das schönste Gesicht, zweckmäßige und brauchbare Werkzeuge, sowie die erforderlichen Charaktereigenschaften ausgewählt und ihm gegeben, um sein tägliches Leben zu bewältigen. Ist es denn überhaupt möglich, dass das Auswählen, Bestimmen und Zuweisen der schönsten und bestmöglichsten Möglichkeit aus unendlichen Möglichkeiten nur das Produkt eines dummen Zufalls ist und nicht das Werk eines allwissenden Gottes? Das ist der Beweis der Möglichkeiten. Aus den unzähligen Optionen die beste Option auszuwählen. Nun betrachten wir einmal diese Welt und sehen, dass jedes Lebewesen samt einem Körper, einer schönen Gestalt und mit hilfreicher und nützlicher Ausstattung, quasi alles was es zur Erhaltung seines Lebens benötigt, auf die Welt gesandt wird. Keinesfalls ist das Auswählen, Bestimmen und Zuweisen der zweckdienlichsten Eigenschaften aus unendlichen von Möglichkeiten das Produkt unwillkürlicher Zufälle. Es ist zweifelsohne das Werk eines allwissenden Baumeisters, der die Lebewesen kreiert und sie mit der bestmöglichsten Möglichkeit aus unendlichen Möglichkeit bestückt, ankleidet und diese zusätzlich künstlerisch verziert.

Betrachten wir nun einmal ein Kamel. Seine Höcker sind zugleich ein Depot. Tagelang kann es mit den in seinem Depot enthaltenen Vorräten haushalten. Drei Wochen kann es überleben ohne Wasser zu trinken. Seine Füße sind breit und dadurch kann es gut und ohne einzusinken auf Sand laufen. Die Wimpern an seinen Augenliedern sind lang und engmaschig angeordnet gleich einem Netz, wodurch die Augen auch bei einem gewaltigen Sandsturm vor dem Eindringen von Sand geschützt bleiben. Seine Nasenlöcher kann es komplett verschließen, weswegen auch beim stärksten Sandsturm kein Sand in die Atemwege eindringen kann. Seine Oberlippe ist gespalten, dadurch kann es sogar von den dornigsten Wüstenpflanzen die Blätter mit Leichtigkeit pflücken und fressen. Sein langer Hals erlaubt ihm Blätter zu speisen die sich in einer Höhe von bis zu drei Meter befinden. Seine Knie sind stark wie Horn und die Haut Drumherum ist besonders dick. Das beschützt das Tier vor Verbrennungen, wenn es sich auf den heißen Sand niederlegt zum Ausruhen. Dank seinem dicken Fell kann es im Sommer Temperaturen bis zu 50 Grad Plus und im Winter bis zu 50 Grad Minus aushalten. Ein Kamel beherbergt noch viele solcher spezieller Eigenschaften. Zum Beispiel: Wären nur die Füße eines Kamels, wie die eines Pferdes, so könnte es nicht einmal einen Kilometer in der Wüste hinter sich bringen. Wären seine Augen nicht so wie sie sind, so könnte es bei einem Sandsturm nicht einen Schritt vollführen. Wären seine Lippen nicht gespalten, könnte es sich nicht ernähren. Alle anderen Besonderheiten würden dann ebenfalls ihre Eigentümlichkeit einbüßen. Obwohl es unendlich viele Formen und Möglichkeiten für den Körper eines Kamels gibt, sind ihm ein perfekter Körper und die vollkommenste Gestalt gegeben worden. Neben seinem Körper samt Gestalt, sind ihm auch die bestmöglichsten und sinnhaftesten Werkzeuge und die erforderlichsten Charakteristika mitgegeben. Ohne Zweifel ist dies das Werk eines Baumeisters und zeigt Seine Allwissenheit und Seine Allmacht. Nun vergleichen wir z.B. einen Elefanten, einen Vogel, Insekten und Pflanzen und andere weitere Geschöpfe mit unserem Kamel. Stellen wir uns nun die etlichen Möglichkeiten vor, die es für deren Körperform und -größe, sowie Werkzeuge (Ausstattung) und Charakteristika gibt. Und nun betrachten wir die ihnen tatsächlich gegebenen Eigenschaften, Ausstattungen und werden einsehen, dass diese bereits die Bestmöglichen sind und nicht zu übertreffen sind. Fragen Sie sich selbst und Sie werden feststellen, dass all diese Gaben kein Produkt eines oder mehrerer unwillkürlicher Zufälle sind, sondern das Werk eines Schöpfers. Und wenn Sie nicht sämtliche Geschöpfe zu betrachten vermögen, dann schauen Sie sich nur den Flügel einer herkömmlichen Fliege an und überlegen Sie einfach mal. Aus tausenden von möglichen Flügelformen, die man hätte der Fliege geben können, wurde bei ihr die angebracht, die am besten zu ihrem Körper passt und das nicht nur bei einer Fliege, sondern bei allen erschaffenen Fliegen in gleichem Maße. Kann es wirklich das Produkt von Zufällen sein, aus unendlichen Möglichkeiten die allerbeste mögliche Flügelform auszusuchen und diese dann bei allen Fliegen zum Vorschein zu bringen? In Angesicht dieser Beispiele fassen wir „den Beweis der Möglichkeiten“ wie folgt zusammen: In dieser Welt hat jedes Lebewesen seinen eigentümlichen Körper. Die Tatsache, dass aus unzähligen Möglichkeiten die bestmöglichsten Alternativen ausgewählt und vergeben wurden, weist auf die Existenz eines Bestimmers hin. Dieser Bestimmer ist Gott. Weiterhin hat jedes Geschöpf seine eigentümliche Gestalt, welche die Beste Gestalt aus unendlichen Möglichkeiten ist, was wiederum den Willen Gottes beweist. Ferner hat jedes Geschöpf seine eigentümliche Persönlichkeit. Aus unzähligen Möglichkeiten wurde die schönste Persönlichkeit auserkoren, was die Gegenwärtigkeit eines Auswählers offenbart. Dieser Auswähler ist Gott. Weiterhin hat jedes Lebewesen in dieser Welt seinen eigenen Charakter und eigens ihm zugeschnittene Ausstattungsmerkmale. Diese sind aus unzähligen Möglichkeiten ausgewählt und vergeben worden. Diese Tatsache spricht für die Existenz eines Gebers. Dieser Geber ist Gott. Nicht nur die Schöpfung aller Lebewesen, nein, nicht einmal der Flügel einer Fliege kann Ansatzweise vom Zufall begründet werden.